Aderlass

Der Aderlass ist eine Therapieform der Ausleitung. Bereits in der Antike bekannt findet man das traditionelle "blutentziehende Heilverfahren" in allen Kulturen. Früher oft übertrieben und unter falschen Voraussetungen angewandt wurden, ist er in Verruf und damit lange in Vergessenheit geraten.

 

So sorgte Dr. med. Bernhard Aschner (1883-1969) für ein modernes Verständnis des Aderlasses. Anstatt ihn wie früher gegen jedes mögliche Leiden anzuwenden definierte er die Anwendungsbereiche genau. Heute wird der Aderlass daher zunehmend bei Behandlungen angewendet, die die Fließeigenschaften des Blutes beeinflussen sollen.

 

Unterschieden wird hierbei in:

  • den großen Aderlass, der bei Füllungszuständen angewandt wird (Übergewicht, Bluthochdruck, zu viel rote Blutkörperchen, Migräne)
  • den kleinen Aderlass, der bei Zuständen der Schwäche angewandt wird (Immunschwäche, Allergien, Migräne, Krampfadern, Hämorrhoiden)
  • und den Mikroaderlass (um Blutarmut anzuregen, lokale Giftausleitung, lokale Stauungen).